Historie

Nach nunmehr über 30-jährigem Betrieb ist die Stadthalle aus dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Stadt Betzdorf nicht mehr wegzudenken. Über 4500 Veranstaltungen, die von rund 1.000.000 Menschen besucht wurden, fanden seit 1984 in der Halle statt. Das attraktive kulturelle Angebot fand viele Liebhaber auch weit über die Grenzen der Stadt hinaus.

 

Gründung

Ende der 70er Jahre reifte in der Stadt Betzdorf der Entschluss, eine Stadthalle zu errichten. Insbesondere der damalige Bürgermeister der Stadt, Rudolf Schwan, argumentierte immer wieder für einen Stadthallenneubau, um den vielfältigen kulturellen und gesellschaftlichen Aktivitäten in Betzdorf Rechnung zu tragen. Die Gemeinde Kirchen signalisierte ihr Interesse an einer Beteiligung. Es folgten eine Reihe von Beratungen in zahlreichen Sitzungen des gemeinsamen Investitionsausschusses Betzdorf/Kirchen. Als gemeinsamer Standort wurde der „Struthof“ favorisiert. Die Beteiligung von Kirchen scheiterte letztendlich an der Standortfrage. Im April 1979 lehnte der Gemeinderat Kirchen einen gemeinsamen Stadthallenbau mit Betzdorf ab.

Bereits am 15. März 1983 wurde der erste Spatenstich für die neue Betzdorfer Stadthalle auf dem Gelände des ehemaligen St.-Josefs-Krankenhaus vollzogen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 23. August 1983 in Anwesenheit des damaligen Koblenzer Regierungspräsidenten Heinz Korbach. Die Bauarbeiten schritten zügig voran, so dass am 21. Dezember 1983 das Richtfest im künftigen Großen Saal der Stadthalle gefeiert werden konnte.

Die Einweihung von „Betzdorfs guter Stube“ wurde am Samstag, 10. November 1984, im Beisein des damaligen rheinland-pfälzischen Innenministers Kurt Böckmann mit einem Festakt feierlich begangen. Abends schloss sich ein Bürgerabend für geladene Gäste in der erstmals bis auf den letzten Platz besetzten Stadthalle an. Das Pächterehepaar des Hauses, Monika und Ernst Rhode, bestand seinen ersten „gastronomischen Härtetest“ mit Bravour.

Umbau

Nach über 25 Jahren wurde in den Jahren 2010 und 2011 in zwei Bauphasen die Stadthalle umfassend modernisiert.  In einem ersten Abschnitt wurden das Erd- und Untergeschoss sowie das Foyer saniert. Die Eingangstüren sind nach vorne versetzt und das Kassenhäuschen abgerissen worden. Die Fachwerkwand im Thekenbereich wurde entfernt und durch eine mobile Trennwand aus Glas ersetzt, die eine flexible Nutzung möglich macht. Die neu entstandene Theke ist bis heute ein markanter Hingucker. Im Untergeschoss wurden die  Toilettenanlagen modern und designorientiert saniert. Auf dem Das Damen-WC verfügt seither über  Schminktische mit Hockern sowie einen Wickeltisch. Ebenfalls erneuert wurde die Garderobe, die nun in drei Ausgaben untergliedert ist.

 In einem zweiten Bauabschnitt, von Juli bis Oktober 2011, erhielt der Große Saal ein neues Gesicht und wurde dabei auch in Sachen Sicherheit auf den neuesten Stand gebracht. Vor der Großen Fensterfront wurde eine Terrasse mit zwei großzügigen Treppenaufgängen gebaut. Die Empore wurde saniert und auch von haus- und bühnentechnischer Seite wurden Neuerungen durchgeführt.

Die augenscheinlich größte Veränderung brachte die Neugestaltung der goßen  Saalwand mit sich, die in warmen Rottönen und mit den Schwarz-Weiß-Ansichten von Betzdorf ein echtes Schmuckstück geworden ist. Sie erfüllt durch ihre geschwungenen Holzelemente aber auch eine akustische Wirkung.  Die Elemente sorgen dafür, dass  jede einzelne Schallwelle in einem anderen Winkel zurück in den Saal geworfen wird.

Nach der umfangreichen Modernisierung des Gebäudes sind die Besucher von der neuen Gestaltung und der verbesserten Akustik im Saal begeistert. Flexible Bestuhlungsvarianten bieten Platz für maximal 760 Personen. Nach über 30 Jahren Erfahrungen, über 4.500 Veranstaltungen mit rund 1.000.000 Besuchern zeichnet sich die Stadthalle auch durch exzellente Künstler- und Publikumsbetreuung aus, die durch die enge Zusammenarbeit mit der angeschlossenen Gastronomie möglich ist.